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Die Irrtümer der Liebe

Partnerschaft

Die Irrtümer der Liebe

Es gibt viele Idealvorstellungen und Maßstäbe für und von Liebe. Irrtümer, über die notwendigen Bausteine einer idealen Beziehung jedoch noch viele mehr. Oft sind gerade jene Weisheiten von denen man felsenfest überzeugt ist, alles andere als richtig oder auch hilfreich, sondern in einigen Fällen sogar regelrecht kontraproduktiv für die traute Zweisamkeit.

Sich zusammen entwickeln

Selbstverständlich gibt es Fälle, in denen man sich Hals über Kopf beim ersten Kennenlernen verliebt. Liebe auf den ersten Blick nennt man das. Dass diese Liebe auf den ersten Blick aber auch die einzig wahre, dauerhafteste Art der Liebe ist, gehört eher in die Rubrik der Märchen oder auch der Wunschvorstellungen. Oft zeigt sich erst auf den zweiten, dritten oder vierten Blick, ob die neue Bekanntschaft einer dauerhaften Beziehung standhält und ob man wirklich so gut zueinander passt, wie es anfangs den Anschein hatte. Lassen Sie sich also Zeit beim gegenseitigen Kennenlernen, treffen Sie sich mehrmals und verfallen Sie nicht in den Irrglauben, dass es, wenn es nicht sofort funkt, niemals funken wird. Menschen sind schließlich keine eindimensionalen Wesen, sondern haben unzählige Facetten, Gemütszustände und Charaktereigenschaften. All diese Verschiedenartigkeiten machen sie so einzigartig und liebenswert. Nur wenn man alles mit dem Partner gemeinsam macht, die gleichen Hobbies hat und überall zusammen hingeht, führt man eine perfekte, harmonische Beziehung. Ist das wirklich so? Es scheint viel mehr, dass Paare, die eine solche Beziehung führen, sich nicht bedingungslos vertrauen oder ihr Leben dem Partner /der Partnerin komplett unterordnen. In der Realität tritt bei solchen Doppelauftritten von Paaren schnell ein Gefühl der Langeweile auf. Wenn Sie ständig mit Ihrem Partner zusammen sind, haben Sie sich bald nichts mehr zu erzählen und fühlen sich beide eingeengt. Eintöniger geht es wohl kaum. So ähnlich Sie sich auch sind und so sehr Sie sich auch lieben: Genügend Zeit und Raum für die eigenen, ganz speziellen Hobbies sollten Sie sich gegenseitig zugestehen. Schließlich bleibt der Partner/ die Partnerin interessanter, wenn man nicht jeden Tag den ganzen Tag mit einander verbringt.


Streiten befruchtet die Beziehung

Wer davon ausgeht, dass man sich in einer guten Beziehung nicht streiten darf, hat eine komische Ansicht einer gesunden Beziehung. Denn zu jeder guten Beziehung gehören Streitigkeiten dazu. So lernt man das Temperament des Partners/ der Partnerin kennen. Sicherlich ist Harmonie etwas wunderbares, wonach sich besonders Menschen aus zerrütteten Elternhäusern sehnen. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass man Konflikte und Probleme wegen des lieben Friedens willen kommentarlos hinunterschlucken sollte. Unausgesprochenes stellt eine viel größere Belastung für eine Beziehung dar, als eine gelegentliche, ausgesprochene Meinungsverschiedenheit. Unausgesprochene Dinge können der Beginn einer vergifteten Partnerschaft sein. Außerdem bricht solch ein angestautes Aggressionspotential früher oder später einfach heraus, und dann ist es für eine sachliche Diskussion zu spät. Können Geheimnisse zu Beziehungskillern werden? Nein! Zweifellos sollten beide Partner in einer Beziehung stets ehrlich zueinander sein. Das heißt aber nicht, dass Sie wirklich jedes noch so kleine Detail übereinander wissen müssen. Sexuelle Abenteuer mit dem Ex-Partner/ der Ex-Partnerin, persönliche Erfahrungen mit Tampons und Damenbinden oder die Verdauungsprobleme der besten Freundin gehören nicht unbedingt zu den Themen, die das Feuer Ihrer Liebe von neuem entfachen.


Der gemeinsame Nenner

Gegensätze ziehen sich an – das stimmt zwar, aber nur bedingt. Ein gesundes Maß an Unterschieden, beispielsweise was Ihre Hobbies oder Ihre Vorlieben in Bezug auf Filme und Literatur betrifft, kann reizvoll, spannend und interessant sein. Man kann vom Partner viel lernen und Neues entdecken, sodass die Beziehung nie langweilig werden kann. Für eine dauerhafte Beziehung sind zu große Unterschiede allerdings eher nicht von Vorteil. Grundlegende Faktoren wie ein ähnliches Ausbildungsniveau, vergleichbare Wertevorstellungen und Stufen der Attraktivität sind eine wichtige Basis für eine langlebige flammende Liebe. Sich liebende Paare verstehen sich häufig ohne Worte und blind – ein weit verbreiteter Trugschluss, der leider meist nur in Liebesfilmen und Groschenromanen eintritt. Die Realität zeigt, dass Gedankenlesen weder zu Ihrer Standardausrüstung noch zu der Ihres Partners/ Ihrer Partnerin gehört. Daher ist die Kommunikation untereinander so wichtig. Sprechen Sie über Ideen, Ängste, Probleme, Vorstellungen und Pläne mit dem Partner/ der Partnerin und hören Sie im Gegenzug auch zu. Das ist die einzige Möglichkeit, um einen gemeinsamen Nenner zu finden – und der effektivste Weg, sämtliche Stolpersteine und Irrtümer rund um die Liebe zu beseitigen, um gemeinsam glücklich werden zu können


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