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Besondere Situationen

Tipps zum Zusammenziehen

Was gibt es für ein liebendes Paar Schöneres als gemeinsam zu wohnen: Zusammen einzuschlafen, gemeinsam aufzuwachen, miteinander zu frühstücken und abends nach der Arbeit zu zweit auf dem Sofa zu sitzen und fern zu sehen - oder sich zu unterhalten. Studien zufolge sollen zusammen lebende Paare psychisch weit gesünder sein und weniger den Hang zu Depressionen aufweisen als Singles. Doch das tagtägliche Zusammenleben auf begrenztem Raum kann auch Schwierigkeiten mit sich bringen.


  • 1.Tipp

    Sie haben sich entschieden zusammen zu ziehen. Schön! Nun geht es auf Wohnungssuche. Gerade in Ballungszentren wie Hamburg, Berlin oder auch München kann das eine schwierige Aufgabe werden, die Sie nichtsdestotrotz sorgfältig wahrnehmen sollten. Wenn Sie feststellen, dass die Wohnung im Bad kein Fenster hat, führt das schnell zu Frustrationen oder auch Beziehungskrisen, wenn nämlich der eine Partner nicht auf dieses Fenster verzichten kann. Auch wenn es nervt: Besichtigen Sie lieber eine Wohnung zu viel als eine zu wenig. Machen Sie sich vorher eine Checkliste, was Ihnen beiden wichtig ist: Balkon, Badewanne, Helligkeit, Größe, Fenster, Nachbarn zum feiern. Ein Aspekt der auch nicht zu vernachlässigen ist: Werden Sie sich mit dem Partner oder der Partnerin darüber einig, ob Sie in Vierteln wohnen möchten, in denen auch die Szene zuhause ist, oder ob Sie doch lieber hetero-like in der Vorstadt im Reihenhaus und Garten Ihre Idylle finden möchten.
  • 2.Tipp

    Überstürzen Sie nichts! Den absolut perfekten Zeitpunkt zum Zusammenziehen gibt es nicht, aber Sie sollten die rosa Brille wenigstens für eine Weile ablegen und sich wenigstens kurzfragen, ob Sie wirklich schon jetzt mit Ihrer neuen Liebe diesen Schritt wagen möchten. Kennen Sie sich schon gut genug? Kennen Sie alle Macken des Partners oder der Partnerin? Wenn Sie diese Fragen mit einem „Nein“ beantworten, dann finden Sie es heraus – zum Beispiel in einem gemeinsamen Urlaub der auch indem Sie in einer Ihrer Wohnungen für ein paar Wochen zusammenleben und so gemeinsamen Alltag erfahren. Dies gilt natürlich besonders, wenn die Wohnung für zwei mit größeren Konsequenzen, einem Ortswechsel etwa, verbunden ist.
  • 3. Tipp

    Ein Umzug ist immer mit großen Veränderungen verbunden. Besonders wenn es aus einem Single-Haushalt in die gemeinsame Wohnung geht. Damit Sie nicht plötzlich "fremdeln", können Sie diese Veränderungen zelebrieren. Machen Sie schon den Einzug zum Event. Laden Sie Freunde dazu ein, machen Sie ein schönes Essen für die Umzugshelfer. Und vergessen Sie die Einweihungsfeier nicht. So werden Sie schon sehr schnell die neuen vier Wände als Ihr neues Zuhause wahrnehmen und akzeptieren.
  • 4.Tipp

    Halten Sie Ordnung! Ist die Wohnung chaotisch, sind Streitigkeiten geradezu vorprogrammiert. Eine gerechte Aufgabenverteilung ist daher wichtig. Finden Sie heraus, was wem Spass macht, oder besser gesagt, wen welche Arbeit im Haushalt am wenigsten stört.
  • 5.Tipp

    Die wahrscheinlich wichtigste Regel ist das gegenseitige Zugestehen von Freiräumen. Es ist das mit das Normalste auf der Welt, dass der Partner/die Partnerin einem irgendwann grundlos auf die Nerven geht. Um dies zu vermeiden, sollten beide weiterhin ihren jeweiligen Freizeitgestaltungen nachgehen oder sich vielleicht gerade nach dem Zusammenziehen bewusst ein Hobby suchen. Ein gemeinsamer Freundeskreis ist ebenso wichtig für das Gelingen einer Beziehung wie das Wahren der eigenen Individualität. Nichts ist frustrierender als die Erkenntnis, dass von einem selbst nichts mehr übrig ist. Eine gemeinsame Wohnung sollte die Persönlichkeit erweitern und nicht beschneiden.
  • 6.Tipp

    Wenn Sie Ihre Wohnung mit der Partnerin/dem Partner teilen, teilen Sie sie auch mit ihrem/seinem Geschmack. Das kann manchmal in den Augen wehtun. Hier muss Toleranz ganz groß geschrieben werden - selbst wenn Sie der Meinung sind, dass der Geschmack Ihrer Liebe ganz ausgesprochen scheußlich ist und Sie am liebsten das eine oder andere Stück ausversehen mal gerne fallen lassen würden. Es müssen sich beide in der Wohnung wohlfühlen. Kompromisse sind gefragt, mit denen man länger als einige Wochen leben kann. Sollten die Einrichtungsgegenstände beider Partner/ beider Partnerinnen überhaupt nicht zusammen harmonieren, so sollte man doch vielleicht über die Option nachdenken zusammen ins Möbelhaus zu fahren.

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