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Korb mit Blumen

Die Vorauswahl

Korb mit Blumen

Der Ton macht die Musik. Vor allem beim letzten Lied. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie man Kandidaten, die einem bei näherem Hinsehen nicht gefallen, höflich und elegant verabschiedet. Denn ein Satz wie „Sagen wir du würdest brennen und ich hätte ein Glas Wasser – ich würde es trinken“ ist eher unpassend.

So einfach es ist, einem Anderen auf einer Veranstaltung eine Abfuhr zu erteilen, so schwer wird dies mit dem nötigen Respekt bei der Online-Partnersuche. Denn nun bewegen wir uns nicht angeheitert in einer partywütigen Menge, sondern auf einer Plattform, die ernste Absichten und Ehrlichkeit voraussetzt. Hier geht es nicht darum, den unerwünschten Gast, der einem viel zu nahe kommt und deutlich zu viel getrunken hat, loszuwerden: Hinter jeder Anfrage steckt eine Persönlichkeit, die es gilt, mit Samtpfoten anzufassen und nicht grob von sich zu stoßen. Zurückweisung ist immer ein kleiner Stich ins Herz. Und ein paar nette Worte haben noch niemandem geschadet.

Was du nicht willst, das man dir tut…


..das füg auch keinem Anderen zu. Ein Abschied ohne Worte lässt offene Fragen zurück. Versetzt man sich in die Lage des Gegenüber, wird die Wichtigkeit einer angemessenen Verabschiedung deutlich. Wenn jemand sagt, er könne mit Zurückweisung gut umgehen, ist dies schlicht eine Lüge. Jedes noch so große Selbstbewusstsein trägt einen kleinen Kratzer davon. Und in der Schnelllebigkeit des Internets ist ein Schlussstrich schneller gezogen als eine Nachricht verfasst wurde. Natürlich ist es schwerer, einer Person aus dem Freundeskreis aus dem Weg zu gehen, wenn diese Gefühle für Sie entwickelt hat. Und die Einstellung, dass hinter einer Nachricht sehr viel weniger Gefühl steckt, leuchtet ein. Ob Sie nun von einem vergleichsweise anonymen Kontakt eine Nachricht oder von einem Menschen aus dem Freundeskreis deutliche Signale erhalten – dahinter steckt Hoffnung.

Persönlich, aber mit Abstand


Die richtigen Worte hängen immer von der Intensität des Kontaktes ab. Und doch gibt es für verschiedene Szenarien keine Faustregel, an der man sich orientieren kann. Die Wortwahl ist das eine – die Interpretation meist eine andere. Der beruhigende Gedanke dabei ist, dass Sie die Reaktion auf Ihre Formulierung nur dann mitbekommen, wenn sie beide sich gegenüber sitzen. Sollte dies der Fall sein, ist eine neutrale Haltung empfehlenswert. Jemanden mit seinen Defiziten zu konfrontieren führt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einer Trotzreaktion. Oder man verjagt denjenigen in sein Schneckenhaus. Sich „noch nicht festlegen zu wollen“ und im Nachhinein eine abrundende Nachricht zu versenden bringt Sie zur Ausgangssituation zurück: Sie haben sich dort verabschiedet, wo es begann.

Grundsätzlich sind Grundsätze keine Gründe


Natürlich ist Mitleid nie ein guter Berater bei der Partnerwahl. Einen Kontakt unnötig in die Länge zu ziehen, um diesen nach und nach versiegen zu lassen wird nicht funktionieren, wenn auf der anderen Seite das Interesse immer mehr in Hoffnung umschlägt. Sie werden in keinem Fall als „Mr. oder Mrs. Nice Guy“ aus dem Kontakt gehen. Stellen Sie sich vor, dieser Kontakt wäre nun jemand aus Ihrem näheren Bekannten- oder Freundeskreis. Mitgefühl ist etwas anderes als Mitleid. Es fühlt sich besser an, zeichnet Sie darüber hinaus als empathischen Menschen aus und birgt die Möglichkeit, dass die Kontaktperson nach kurzer Zeit wieder dazu bereit ist, sich anderweitig umzuschauen. Und dieses Glück sei jedem vergönnt – ob anonym oder guter Freund.

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