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Vom Date zur Beziehung

Die giftige Eifersucht

Sie merken, dass Sie von einem Anderen wie dessen persönlicher Besitz betrachtet werden. Oder Sie werden von der Furcht gequält, die Zuneigung eines ins Herz geschlossen Menschen zu verlieren. Eifersucht kann Jeden treffen – als Opfer oder als Täter. Sie sind dieser gewaltigen Emotion aber nicht so hilflos ausgeliefert wie es manchmal den Anschein hat. Folgende Tipps helfen Ihnen Ihre Eifersucht in den Griff zu bekommen.

Liebe und Hass


Eifersucht ist die Angst vor dem Verlust. Es geht immer um eine Dreiecks-Situation: 3 Menschen oder 2 Menschen und ein attraktives Gut. Ein eifersüchtiger Mensch wird in paradoxer Weise hin- und hergerissen zwischen Liebe und Hass, er hat Angst, den geliebten Menschen oder die geliebte Sache zu verlieren – und beginnt daher, das eigentlich Geliebte zu hassen.

Aufwerten statt abwerten


Eifersucht entsteht aus einem Cocktail verschiedenster Gefühle wie Angst, Wut, Ohnmacht oder Scham. Eifersucht ist die Emotion des doppelten Zweifels, denn der Selbstzweifel führt zur Selbstabwertung, indem man sich einredet, nicht liebenswert zu sein. Der Fremdzweifel verleitet dazu, dem Anderen etwas Negatives zu unterstellen und ihn damit abzuwerten.
Eifersucht ist die Bestrebung, die geliebte Person ganz für sich alleine zu haben – zu besitzen. Sie machen Ihrem/ Ihrer Partner/Partnerin Szenen, spionieren hinter ihm/ ihr her, kontrollieren seine/ ihre Sachen oder durchstöbern das Handy. Sie versuchen in seinen/ ihren Worte nach Indizien zu suchen, die Ihre Eifersucht rechtfertigen. Das Paradoxe daran ist, dass je weniger Sie fündig werden, desto mehr malen Sie sich die schwärzesten Befürchtungen in Ihrer Phantasie aus. Genießen Sie bewusst die Gegenwart des Partners und belasten Sie sie nicht mit Verdächtigungen. Malen Sie sich seine/ ihre positiven Seiten aus, sagen Sie ihm/ ihr auch, was Ihnen an ihm/ ihr gefällt. Damit wird auch Ihre eigene Kontrollsucht schwinden.

Die Eifersucht zum Teufel schicken


Die Eifersucht auf einen phantasierten Rivalen ist die häufigste. Sie schieben Ihr mangelndes Selbstwertgefühl von sich weg und hängen es dem/ der Rivalen/ Rivalin an. So müssen Sie sich nicht mehr mit Ihren negativen Anteilen auseinandersetzen und fühlen sich dadurch kurzfristig besser. Langfristig blockieren Sie damit wichtige Reifungsprozesse – etwa die Einsicht, wie liebenswert Sie auch mit Ihren Schwächen und Fehlern sein können. Bekennen Sie sich zu Ihrer Eifersucht. Holen Sie sie aus dem unbewussten Bereich in Ihr Bewusstsein. Reden Sie mit Ihrer Eifersucht wie mit einer realen Person. Warum bist du da? Was muss ich tun, damit du verschwindest? Schildern Sie Ihrer Eifersucht das Leiden, das sie bei Ihnen und Anderen verursacht. Sie sind vielleicht eifersüchtig, aber Sie sind nicht Ihre Eifersucht. Es ist wie eine Kettenreaktion, die in Ihnen abläuft, nachdem ein bestimmter Knopf gedrückt worden ist. Eine Zusammenballung von Gefühlen, die manchmal einer Krankheit gleich zu setzen ist – und die wie eine Krankheit auch wieder abklingen kann.

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